Three people standing before historic stone building

WO GEarbeitet WIRD

Im Loft MedienHafen Dusseldorf: Rundfunkanstalten, Studios und Showrooms

Das Wichtigste im Überblick

  • Große Fernseh- und Radiosender arbeiten in den umgebauten Lagerhäusern des Hafens und machen ihn zu einem zentralen Ort für deutsche Medienproduktion und Live-Studioarbeit.
  • Showrooms und Designstudios haben den MedienHafen zu einem Ziel für Modeunternehmen gemacht, die kreative Arbeitsräume in einer lebendigen, vernetzten Gemeinschaft suchen.
  • Kreativagenturen sind im gesamten Viertel vertreten, angezogen von der kollaborativen Energie und der umgestalteten Architektur, die ihre tägliche Arbeit unterstützt.
  • Ehemalige Industrieflächen beherbergen heute neben Büros auch Wohnungen und schaffen ein Mischviertel, in dem Menschen in denselben Gebäuden arbeiten und leben.
  • Wenn der Arbeitstag endet, verwandelt sich der Hafen in eine der lebendigsten Ausgehszenen von Dusseldorf, wo Restaurants, Bars und Galerien Abend für Abend Besucher anziehen.

Von Industriedocks zum Medienviertel

Der MedienHafen steht für eine der eindrucksvollsten städtebaulichen Veränderungen Europas. Was einst ein geschäftiges Lagerhausviertel für den Handelsverkehr auf dem Rhine war, ist heute ein Vorzeigeort für Medienunternehmen, Designstudios und Kreativwirtschaft. Der Rundgang zeichnet diese Entwicklung anhand der markanten Architektur des Hafens nach, in dem Laderampen aus dem 19th-century neben zeitgenössischen Glasbauten renommierter Architekten wie Frank Gehry stehen. In den vergangenen drei Jahrzehnten erkannten Investoren und Unternehmer das Potenzial des Gebiets und verwandelten weitläufige Lagerräume in moderne Büros, Produktionsstätten und Ausstellungshallen. Heute arbeiten hier Tausende Menschen in den Bereichen Rundfunk, Verlagswesen, Werbung und Mode.

Die 2-hour Tour führt Sie durch diese vielschichtige Geschichte und zeigt, wie die ursprüngliche Hafeninfrastruktur unter den modernen Umbauten weiterhin sichtbar ist. Sie sehen die erhaltenen Strukturen alter Lagerhäuser, die in loftartige Büros verwandelt wurden und deren freiliegende Ziegelwände und Holzbalkendecken heute Kreativteams beherbergen. Die Lage des Hafens an der Stelle, an der der Rhine deutlich nach Norden abbiegt, prägt bis heute die Funktionsweise des Viertels. Das Wasser bleibt zentral für die Identität des Gebiets, auch wenn sich seine wirtschaftliche Funktion vom Güterumschlag zur Kulturproduktion verlagert hat.

Medienunternehmen und Rundfunkzentralen

Mehrere große deutsche Rundfunkanstalten haben den MedienHafen zu ihrem Standort gewählt. WDR (Westdeutscher Rundfunk), eine der größten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands, betreibt hier bedeutende Produktionsstätten. Darüber hinaus sind im Viertel zahlreiche Werbeagenturen, Medienunternehmen und Produktionsstudios ansässig, die die deutsche Unterhaltungsbranche versorgen. Diese Organisationen nutzen umgebaute Lagerhäuser und eigens errichtete Gebäude im gesamten Hafengebiet und bilden ein konzentriertes Zentrum für Content-Produktion und Sendebetrieb. Ihr Guide zeigt Ihnen aktive Studios, in denen Fernsehprogramme aufgezeichnet werden, und erläutert, wie moderne Anforderungen des Rundfunks die Umnutzung der Industrieflächen geprägt haben.

Die Ansiedlung großer Medienbetriebe veränderte den Charakter des Viertels grundlegend. Was mit dem Umzug eines einzelnen Senders begann, löste eine Kettenreaktion ähnlicher Standortwechsel aus, als sich Agenturen und Produktionsfirmen wegen der Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und des Zugangs zu Talenten in der Nähe ansiedelten. Die Tour zeigt, wie diese Unternehmen die Industriearchitektur an heutige Anforderungen des Rundfunks anpassten und Regieräume, Schallschutzsysteme und Übertragungstechnik in denkmalgeschützten Gebäuden installierten. Diese Verbindung aus alter und neuer Infrastruktur verleiht dem Viertel seinen unverwechselbaren visuellen und funktionalen Charakter.

Group posing by river with TV tower and cityscape

Hinter dem Mauerwerk umgebauter Lagerhäuser leuchten moderne Büros

Warum sich Mode-Showrooms in Dusseldorf ansiedelten

Dusseldorf genießt seit Langem einen Ruf als Modemetropole, und der MedienHafen war eine naheliegende Wahl für Showrooms auf der Suche nach authentischen, kreativen Räumen. Die Stadt war bereits Austragungsort bedeutender Modemessen und verfügte über etablierte Einkaufsviertel, als Entwickler begannen, die Lagerhäuser des Hafens umzubauen. Modemarken und Betreiber von Showrooms fühlten sich von der Verbindung aus industriellem Charakter, künstlerischer Glaubwürdigkeit und der Nähe zu anderen Kulturschaffenden angezogen. Die markante Architektur des Hafens bot genau das Umfeld, das internationale Modefachleute und Einkäufer anspricht, die die Fashion Weeks und Branchenveranstaltungen in Dusseldorf besuchen. In mehreren umgebauten Lagerhäusern werden heute Kollektionen in Räumen präsentiert, die Galerieästhetik mit kommerzieller Funktion verbinden.

Die Präsenz der Mode im MedienHafen spiegelt umfassendere Trends wider, wie Luxusmarken sich präsentieren. Statt in herkömmlichen Verkaufsräumen oder Unternehmensbüros nutzen Showrooms Räume, die Kreativität und Geschichte vermitteln. Die Lage am Wasser sowie die Nähe zu Restaurants, Galerien und Medienbetrieben schufen ein Umfeld, in dem Modefachleute arbeiten, Kontakte knüpfen und Kultur erleben konnten. Diese Mischung erwies sich für Designer und Showroom-Betreiber als attraktive Alternative zu traditionellen Standorten in Modevierteln.

Was in den umgebauten Lagerhäusern geschah

Die bauliche Umgestaltung der Lagerhäuser im MedienHafen ist ein bedeutendes Projekt der Denkmalpflege und Umnutzung. Architekten und Projektentwickler arbeiteten im Rahmen der Bauvorschriften daran, tragende Elemente zu erhalten und gleichzeitig moderne Systeme für Büros, Studios und Kreativräume zu installieren. Ursprüngliche Holzbalkendecken, Ziegelwände und Industriefenster blieben als Gestaltungselemente erhalten, statt als überholt entfernt zu werden. Zeitgenössische Ergänzungen, insbesondere die markanten postmodernen Bauten von Frank Gehry, stehen bewusst neben Dockgebäuden aus dem 19th-century. Bei den Innenumbauten blieb die Großzügigkeit der Lagerhäuser meist erhalten, sodass offene Büros und Studios entstanden, die von den hohen Decken und weitläufigen Grundrissen der ursprünglichen Gebäude profitieren.

Der Umbau berücksichtigte funktionale Anforderungen, die speziell für Medienbetriebe gelten. Aufnahmestudios benötigten Akustikmaßnahmen. Rundfunkeinrichtungen brauchten eine sichere technische Infrastruktur. Designagenturen wünschten sich flexible Räume für die Zusammenarbeit. Jeder Umbau reagierte auf diese konkreten Bedürfnisse und bewahrte zugleich die visuelle Kontinuität mit dem Charakter des Viertels. Das Ergebnis ist ein Arbeitsumfeld, in dem sich Beschäftigte durch Räume bewegen, die das industrielle Erbe würdigen und gleichzeitig moderne Annehmlichkeiten bieten. Die Tour zeigt Ihnen, wie einzelne Räume für ihre heutige Nutzung angepasst wurden, und macht die praktischen architektonischen Lösungen sichtbar.

600

Mehr als 600 Unternehmen und Organisationen sind heute in den umgebauten Lagerhäusern und modernen Türmen des MedienHafen ansässig.

Künstler und Clubs: Wegbereiter des Wandels

Bevor Medienunternehmen und Mode-Showrooms in den MedienHafen kamen, entdeckten Künstler das Gebiet für sich. Die zahlreichen preiswerten Lagerflächen, der Charakter am Wasser und die Nähe zur Innenstadt zogen in den 1980er und frühen 1990er Jahren Maler, Bildhauer und Performance-Künstler an. Sie richteten Ateliers in Räumen ein, die Vermieter als wenig attraktiv betrachteten, und schufen damit eine kulturelle Präsenz, die die Wahrnehmung des Gebiets allmählich veränderte. Clubs und Bars folgten, eröffneten in umgebauten Dockgebäuden und zogen junge Berufstätige sowie Besucher an. Diese Künstlergemeinschaft begründete die kulturelle Glaubwürdigkeit, die später Medienbetriebe und Modeunternehmen anzog, die kreatives Renommee und authentische urbane Orte suchten.

Die Rolle der Künstler bei der Umgestaltung des MedienHafen bleibt in Erzählungen, die sich auf große Konzerne und Investitionen konzentrieren, oft unerwähnt. Ihre Präsenz schuf die Voraussetzungen für größere institutionelle Investitionen. Galerien, Künstlerorte und unabhängige Veranstaltungsräume prägen weiterhin den Charakter des Viertels, auch wenn sich der wirtschaftliche Schwerpunkt auf Medien und Mode verlagert hat. Die Tour würdigt diese Geschichte und erklärt, wie die heutige Lebendigkeit des Viertels teilweise auf den Grundlagen beruht, die Künstler und Kulturunternehmer legten, als sie das Gebiet nutzten, bevor es angesagt oder wirtschaftlich wertvoll wurde.

Wohnen im Hafen: Wohnquartiere

Ja, im MedienHafen leben tatsächlich Menschen. Wohnungsumbauten begannen früh in der Entwicklung des Viertels, als Projektentwickler erkannten, dass Beschäftigte und Kreativschaffende in der Nähe ihrer Arbeitsplätze wohnen wollten. Lagerhäuser wurden in Wohnungen und Lofts umgewandelt, wobei der industrielle Charakter in der Regel erhalten blieb und zugleich Wohnkomfort geschaffen wurde. Einige der größten umgebauten Gebäude umfassen heute Hunderte Wohneinheiten neben Büro- und Studioflächen und machen das Viertel zu einem echten Mischgebiet. Diese Wohnungsumbauten zogen jüngere Berufstätige, Künstler und Familien an, die die Verbindung aus Wohnen am Wasser, Kultureinrichtungen und fußläufiger Nähe zur Innenstadt schätzten.

Die Wohnnutzung veränderte Rhythmus und Charakter des Viertels grundlegend. Straßen, die sich früher um 5 PM leerten, bleiben nun auch abends und am Wochenende belebt. Die Bewohner tragen zu Restaurants, Geschäften und Kulturorten bei, die sowohl Anwohner als auch auswärtige Berufstätige bedienen. Diese Mischung schafft ein widerstandsfähigeres und lebendigeres städtisches Umfeld, als reine Büroviertel es üblicherweise erreichen. Ihre Tour führt an Wohngebäuden vorbei und vermittelt Ihnen einen Eindruck davon, wie Menschen in ein Viertel integriert wurden, das funktional vielfältig geblieben ist.

Ein typischer Arbeitstag im MedienHafen

Der Morgen im MedienHafen beginnt vor Sonnenaufgang in den Rundfunkbetrieben, wo Produzenten und Redakteure Inhalte für Morgennachrichten und Radioprogramme vorbereiten. Ab 8 AM treffen Mitarbeitende von Werbeagenturen und Medienunternehmen in ihren Büros ein und beginnen die gemeinsame Arbeit an Kampagnen und Content-Projekten. Produktionsstudios und Aufnahmeeinrichtungen arbeiten fortlaufend, während Tontechniker, Regisseure und Talente durch die umgebauten Lagerhäuser gehen. Während internationaler Messewochen öffnen Mode-Showrooms für Termine mit Einkäufern und Handelspartnern. Die Straßen des Hafens füllen sich mit Fachleuten aus der Kreativwirtschaft, unterbrochen von Anwohnern auf dem Weg zu Cafés und nahegelegenen Verkehrsanbindungen.

Mittags belebt das Viertel Restaurants und Cafés, die Beschäftigte aus Medien-, Werbe- und Modeunternehmen versorgen. Beim Mittagessen entstehen oft informelle Netzwerke, denn die Nähe zu Wettbewerbern und Kooperationspartnern fördert den fortlaufenden beruflichen Austausch. Am Nachmittag konzentriert sich das Geschehen auf Studioproduktionen, Designentwicklung und Sendervorbereitung. Am Abend kommen die Bewohner hinzu und treffen auf Berufstätige, die wegen termingebundener Arbeit länger bleiben. Kulturorte wie Galerien und Clubs ergänzen das Abendprogramm um eine weitere Ebene. Dieser Tagesrhythmus, der wirtschaftliche Produktivität mit Kultur und Wohnen verbindet, unterscheidet den MedienHafen von herkömmlichen Geschäftsvierteln. Die Tourzeit ermöglicht es Ihnen, dieses Arbeitsumfeld in Aktion zu erleben.

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