Das Wichtigste im Überblick
- Erkunden Sie MedienHafen auf einem 2-stündigen geführten Rundgang durch das verwandelte Hafenviertel von Dusseldorf.
- Ihre Tour umfasst einen professionellen Guide, der Ihnen die Entwicklung des Viertels von Industriehallen zu einem lebendigen Kulturziel näherbringt.
- Besuchen Sie im Rahmen Ihrer Führung das City Museum und vertiefen Sie Ihr Verständnis für das Hafenerbe von Dusseldorf.
- Entdecken Sie die markanten Hafenhäuser und architektonischen Wahrzeichen, die den zeitgenössischen Charakter von MedienHafen prägen.
- Für Geschichtsinteressierte und Architekturliebhaber, die erfahren möchten, wie europäische Städte industrielle Uferzonen neu gestalten.
Ein Turm für das moderne Dusseldorf
Der Rheinturm erhob sich Anfang der 1980er-Jahre über die Skyline von Dusseldorf, als die Stadt sich für eine neue Ära neu erfand. Nach Jahrzehnten als Industriezentrum entwickelte sich Dusseldorf zu einem Zentrum für Medien, Mode und Finanzen. Der Turm wurde zum Symbol dieses Ehrgeizes - ein Bauwerk, das den Aufstieg der Stadt zu einer modernen europäischen Metropole verkünden sollte. Der Bau begann 1979, und 1981 wurde der Turm für die Öffentlichkeit eröffnet und sofort zu einer Ikone. Mit einer Höhe von 240.8 meters vom Boden bis zur Spitze zählte er damals zu den höchsten freistehenden Bauwerken Deutschlands.
Die Entscheidung zum Bau ging auf Stadtplaner zurück, die ein Wahrzeichen schaffen wollten, das sowohl praktischen als auch symbolischen Zwecken dienen konnte. Ein Fernseh- und Radiosender benötigte einen Sendeturm, doch die Verantwortlichen in Dusseldorf erkannten die Chance, etwas Größeres zu schaffen: ein öffentliches Ausflugsziel, das Besucher anziehen und die Skyline prägen würde. Der Turm wurde am linken Ufer des Rhine errichtet und ist von der ganzen Stadt sowie der umliegenden Region aus sichtbar. Seine Lage im späteren MedienHafen machte ihn zum Mittelpunkt der umfassenden Verwandlung des Hafens von Industriehallen in Kultur- und Gewerbeflächen.
Die Architekten hinter der Vision
Der deutsche Architekt Helmut Jahn entwarf den Rheinturm und brachte seinen unverkennbaren Stil eines markanten, geometrischen Modernismus nach Dusseldorf. Jahn war dafür bekannt, Bauwerke zu schaffen, die Funktionalität mit eindrucksvoller visueller Wirkung verbinden, und der Turm ist ein Paradebeispiel für diesen Ansatz. Das Design zeichnet sich durch einen schlanken Schaft aus, der sich nach oben verjüngt und von einem breiteren Plattformbereich mit Aussichtsplattform und Drehrestaurant gekrönt wird. Diese ausgewogene Eleganz macht den Turm sofort wiedererkennbar und hat ihm Vergleiche mit anderen ikonischen Sendetürmen weltweit eingebracht.
Jahns Entwurf umfasste auch die innovative Lichtuhr, die sich um den oberen Bereich des Turms legt. Statt lediglich einen funktionalen Zeitmesser anzubringen, schufen er und sein Ingenieurteam ein Kunstwerk mit praktischem Nutzen. Die Uhr nutzt Tausende farbige Glühbirnen, die spiralförmig angeordnet sind, und verwandelt den Turm selbst in einen riesigen Zeitmesser, der nachts in der ganzen Stadt sichtbar ist. Diese Verbindung von Kunst und Funktion wurde zu einem der meistbewunderten Merkmale des Turms und prägt, wie Dusseldorf nach Einbruch der Dunkelheit den Lauf der Zeit sichtbar macht.
Die Lichtuhr des Rheinturm leuchtet in der Dämmerung, ihre Punkte zeigen die Zeit über dem Hafen an.
Die beleuchtete Lichtuhr ablesen
Die Lichtuhr des Rheinturm funktioniert nach einem ebenso einfachen wie genialen Prinzip: Farbige Lichter bilden eine spiralförmige Säule, die Stunden und Minuten für alle sichtbar anzeigt, die von unten oder aus der Stadt hinaufblicken. Die Uhr verwendet rote Lichter für die Stundenanzeige und weiße Lichter für die Minuten, angeordnet in einer vertikalen Spirale, die sich um den oberen Turmbereich windet. Um die Uhrzeit abzulesen, folgen Sie der Spirale von unten nach oben, zählen zunächst die roten Lichter für die Stunde und anschließend die weißen Lichter für die Minuten. Nachts, wenn der Turm vollständig beleuchtet ist, wird die Uhr zu einem der eindrucksvollsten Blickfänge von Dusseldorf.
Die 60 Meter hohe Anzeige der Uhr ist noch aus mehreren Kilometern Entfernung sichtbar, sodass Sie die Zeit fast überall im Stadtzentrum oder entlang des Rhine ablesen können. Die Lichter passen ihre Helligkeit automatisch an die Umgebungslichtverhältnisse an und bleiben sowohl am frühen Abend als auch mitten in der Nacht gut erkennbar. Im Winter erhält die Spirale eine zusätzliche Bedeutung, wenn sich der Turm in eine hoch aufragende Weihnachtskerze verwandelt: Abwechselnde rote und weiße Lichtbänder erzeugen den Eindruck einer riesigen Flamme vor dem dunklen Himmel.
Das Drehrestaurant und die Aussichtsplattform
Das Restaurant an der Turmspitze dreht sich alle 59 Minuten einmal um 360 Grad, sodass Gäste den Blick auf die gesamte Umgebung genießen können, ohne ihren Tisch zu verlassen. Das Restaurant liegt etwa 173 Meter über dem Rhine, bietet rund 170 Gästen Platz und ist tagsüber sowie abends geöffnet. Der Blick reicht über das Stadtbild von Dusseldorf, den mäandernden Rhine, Industriegebiete im Norden und an klaren Tagen bis zu den bewaldeten Hügeln jenseits der Stadtgrenzen. Durch die langsame, kaum wahrnehmbare Drehung verändert sich Ihre Perspektive während einer Mahlzeit allmählich von einer Landschaft zur nächsten.
Über dem Restaurant befindet sich die Aussichtsplattform, die allen Besuchern offensteht und einen freien 360-Grad-Blick bietet. Von diesem Aussichtspunkt in etwa 180 Metern Höhe können Besucher an außergewöhnlich klaren Tagen rund 40 Kilometer weit sehen. Die Plattform verfügt über Panoramafenster und Informationstafeln, die Sehenswürdigkeiten und entfernte Orientierungspunkte benennen. Viele Besucher kommen allein wegen des Panoramablicks zur Aussichtsplattform. Sowohl Restaurant als auch Plattform profitieren von der zentralen Lage des Turms nahe dem Hafenviertel und bieten die ideale Höhe und Position, um die Stadt und ihr Umland zu überblicken.
240 m
Der Rheinturm ragt 240 Meter über den Rhine empor und prägt die Skyline von Dusseldorf mit seiner markanten Silhouette.
Winterliche Verwandlung in eine Weihnachtskerze
Jeden Winter erlebt der Rheinturm eine festliche Verwandlung, die zu einer beliebten Tradition in Dusseldorf geworden ist. Die spiralförmige Beleuchtung der Lichtuhr verändert sich und erzeugt den Eindruck einer riesigen Kerzenflamme: Rote und weiße Bänder ziehen sich vertikal über die gesamte Höhe des Turms. Dieses Lichtdesign ist von Ende November bis Anfang Januar zu sehen und kennzeichnet die Festzeit in der gesamten Stadt. Besonders eindrucksvoll wirkt der Effekt nach Sonnenuntergang, wenn der Turm warm vor dem dunklen Himmel leuchtet und aus Stadtvierteln in ganz Dusseldorf sowie aus den umliegenden Orten sichtbar ist.
Die Kerzenbeleuchtung dient sowohl als dekoratives Element als auch als symbolisches Zeichen der Jahreszeit. Für Einheimische und Besucher signalisiert das Erscheinen der leuchtenden Flamme den Beginn der Festzeit. Für die Verwandlung sind keine baulichen Veränderungen am Turm erforderlich, denn sie nutzt dieselben Lichtsysteme wie die reguläre Zeitanzeige. Diese geniale Umnutzung der Infrastruktur der Uhr zeigt, wie durchdacht der Turm ursprünglich konzipiert wurde und wie er zu unterschiedlichen Jahreszeiten und Anlässen mehrere Funktionen erfüllen kann.
Höhe, Entfernung und was Sie sehen können
Mit 240.8 Metern vom Boden bis zur Spitze war der Rheinturm bei seiner Eröffnung der höchste Fernsehturm Deutschlands. Die Aussichtsplattform befindet sich in etwa 180 Metern Höhe, deutlich über dem Straßenniveau der Stadt, und eröffnet Perspektiven, die vom Boden aus nicht möglich sind. Aus dieser Höhe gewinnen Besucher ein völlig neues Verständnis für die Geografie von Dusseldorf und die Beziehung der Stadt zur umgebenden Landschaft. Die Kurven des Rhine werden deutlich, die Struktur des Hafenviertels wird nachvollziehbar, und die Ausdehnung der Stadt über frühere Industrieflächen wird sichtbar.
An klaren Tagen reicht die Sicht in alle Richtungen etwa 40 Kilometer weit, sodass Sie weit über die Stadtgrenzen von Dusseldorf hinaus in die umliegenden Regionen blicken können. Die bewaldeten Hügel des Bergisches Land sind im Osten zu sehen, während sich die flachen Ebenen in Richtung Netherlands nach Norden erstrecken. Industrieanlagen, Autobahnen, Vorortsiedlungen und landwirtschaftliche Flächen werden aus dieser Perspektive gut erkennbar. Die Informationstafeln auf der Aussichtsplattform helfen Besuchern bei der Orientierung und benennen wichtige Merkmale, doch die unverstellte Aussicht vom Rand der Plattform bleibt die Hauptattraktion. Viele Besucher kehren zu verschiedenen Jahreszeiten und bei unterschiedlichem Wetter wieder, entdecken neue Details und erleben, wie verändert die Landschaft in anderem Licht wirkt.
Ihren Besuch des Turms planen
Der Rheinturm liegt im Stadtteil MedienHafen, 10 bis 15 Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof von Dusseldorf entfernt. Der Standort ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß vom Stadtzentrum aus gut erreichbar. Der Zugang zur Aussichtsplattform und zum Restaurant erfolgt am Fuß des Turms, wo Ticketschalter und Aufzüge den Besuchern zur Verfügung stehen. Die Aussichtsplattform ist in der Regel vom späten Vormittag bis zum späten Abend geöffnet, wobei die genauen Öffnungszeiten saisonal variieren. Erwägen Sie einen Besuch zu unterschiedlichen Tageszeiten, um zu erleben, wie sich wechselndes Licht auf den Ausblick auswirkt: Das Morgenlicht offenbart feine Details über große Entfernungen, während das Abendlicht dramatische Farben über Himmel und Stadtbild legt.
Erstbesucher verbringen auf der Aussichtsplattform häufig 45 Minuten bis eine Stunde, lesen die Informationstafeln und genießen den Blick in alle Richtungen. Wer im Restaurant speist, sollte zusätzliche Zeit für die Mahlzeit und die allmähliche Drehung einplanen. Durch seine Lage eignet sich der Turm hervorragend als Ausgangs- oder Endpunkt, um MedienHafen zu Fuß zu erkunden, denn das Hafenviertel hat sich mit Museen, Galerien, Geschäften und Restaurants am Wasser stark entwickelt. Winterliche Besuche bieten das besondere Erlebnis der Kerzenbeleuchtung, wodurch Ende November bis Dezember eine besonders stimmungsvolle Zeit für einen Besuch des Turms ist.
